Jetzt arbeite ich die erste Woche wieder 100% und werde bereits wieder mit Aufgaben überhäuft in die ich zuerst wieder hineinwachsen muss. Anders gesagt es muss mir zuerst wieder eine dicke Haut wachsen um richtig mit den Projektleitern, Architekten, Monteuren, Kunden, Lieferanten, etc. umgehen zu können.
Heute musste ich mehrmals mit Belgien telefonieren. Ein Lieferant von Lese- und Sendegeräten möchte einen Auftrag aus der Schweiz holen und benötigt dazu eine Elektroinstallationsfirma. Er hat via eine europaweite operierende Firma welche in der unter anderem in der Industriesteuerung zuhause ist, die Kontaktdaten der Unternehmung in der Region Basel erhalten. Diese haben seine Angaben an meinen Chef weitergeleitet. Da der ganze E-Mailverkehr bisher in Englisch ablief musste ich herhalten und dem Lieferanten in Belgien anrufen um genauere Angaben zu bekommen um was es geht. Er spricht Französisch und Englisch, ich Deutsch und Englisch und einige Mitarbeiter bei uns hätten Elsässisch Französisch als Muttersprache… Aber nein, mein Chef muss mich belasten. Mein Fachenglisch ist ja sowas von mies. Oder wisst ihr was Handelregister, Bankgarantie, verantwortlicher {irgendwas}, etc. und dann noch die ganzen elektrotechnischen Fachausdrücken… heisst? Das Internet mein Freund und Helfer war aber zur Stelle
Der ganze Spass muss am Montagmittag beim Kunden liegen mit original Unterschriften des ausführenden Unternehmer – uns – und Subunternehmer – unserem Belgischen Lieferanten! Abgabe in digitaler Form wird gewünscht, doch nur als Zusatz zu den in doppelter Ausführung auf Papier abgelieferten Unterlagen.
Ok mein Chef war so nett und hat mir aufgetragen, dass ich jede andere Arbeit zur Seite legen kann muss da dies jetzt Priorität 1A hätte. Ausgenommen dem Familientagvorbereitungen für am Samstag (Bericht wird hier im Blog folgen) und ein paar Planänderungen an einem Einfamilienhausumbau. Der Familientag ist geregelt – da läuft jetzt alles einwandfrei. Doch die Planänderungen ist zum heulen. Ein Arschitekt am Werk, sandte uns im April einen Grundriss vom Wc und Bad auf welchem die Räume übereinander angeordnet waren (Stell dir den Plan liegend vor dir vor, oben das Bad und darunter das Wc). Ich habe die nötigen Einbauleuchten eingezeichnet vermasst und mit den restlichen Elektroinstallationen ergänzt. Der neuste Grundrissplan von diesen Räumen, zeigt auch noch das restliche Geschoss. Nur sind das Bad und Wc in der waagrechte nebeneinander (Stell dir den Plan liegend vor dir vor, links das Bad und rechts davon das Wc). Irgendwann hat der Arschitekt gepfuscht und den Plan gedreht und uns nur einen Teil zukommen lassen. Da geht nichts mehr mit einfach schnell mal den Grundriss auswechseln – komplett neu zeichnen. Wie ich mich freue…
Auch aufgefallen sind mir Bemassungsangaben vom Arschitekten welche nicht stimmen können. Differenzen bis zu 20 Zentimeter für Deckeneinbauleuchten! Bei mir stimmts – garantiert! Mehrmals selber kontrolliert und von einem Arbeitskollegen noch nachkontrollieren lassen. Soviel zum Pfusch am Bau im Alltag.
Aber irgendwie kriegen wir auch diese paar Dinge auf die Reihe, auch wenn ich Morgen bereits um 13:30 Feierabend machen muss…